Wanderungen

Wandern und Bergwandern  – die Natur erleben

 Die Zahl der Anhänger dieser sanften Sportart nimmt von Jahr zu Jahr zu. Denn –wie es so schön heißt– wo man nicht zu Fuß war, ist man nie gewesen. Ob allein oder in der Gruppe, kann z. B. im Flachland, im Mittelgebirge oder in den Alpen gewandert werden. Als Belohnung winken dem Wanderer Steigerung bzw. Erhalt der Fitness, Erholung von Körper und Seele und das unmittelbare Erleben der Natur. Voraussetzung für das Wandern bzw. Bergwandern sind Fitness und Kondition sowie, besonders im alpinen Bereich, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

So sind beim Bergwandern auch Strecken in weglosem Gelände, Blockwerk und Geröll, Schrofengelände, geneigtem Grasgelände sowie Schnee und Firn zu bewältigen. Oft führt der Weg über einen Grat oder entlang eines Steilhangs mit Tiefblick. Wie diese Strecken sicher zu bewältigen sind u. v. m. wird im „Grundkurs Bergsteigen“ vermittelt. Deshalb raten wir Einsteigern jeden Alters, diesen Kurs zu belegen.

Bei den Mittwochs- und Sonntagswanderungen kommen die Teilnehmer in Fahrgemeinschaften mit privaten Pkw, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit einem von der Sektion gemieteten Bus zum Startpunkt der Wanderung. Für die Mitglieder beträgt der anteilige Fahrpreis 5 € und für Gäste 16 €. Zu den Mehrtageswanderungen oder den Bergwanderungen fahren die Teilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften mit privaten Pkw.

Für unsere Wanderer bieten wir mit dem Jahresprogramm folgende geführte Touren an:

Mittwochswanderungen
Sie finden monatlich und oft im Odenwald oder im Nahbereich um Darmstadt statt. Gewandert werden 12 bis 15 km in 4-5 Stunden mit Rucksackverpflegung oder Einkehr zur Mittagsrast. An Wandertagen mit Rucksackverpflegung wird zur Schlussrast eingekehrt. Diese Veranstaltung spricht diejenigen an, die ohne Leistungsdruck mit einem geruhsamen Wanderschritt unterwegs sein möchten.

Donnerstagswanderungen finden von März bis Oktober, jeweils einmal im Monat, vorwiegend im Raum Darmstadt statt. Sie sollen vor allem Wanderer ansprechen, die mit einem geruhsamen Wanderschritt auf bequemen Wegen unterwegs sein wollen. Es werden ca. 3 Stunden gelaufen und regelmäßig zur Mittagsrast eingekehrt.

Sonntagswanderungen
Auch sie finden monatlich statt. Sonntags liegen die Wanderziele im Odenwald, Pfälzer Wald, Spessart, Taunus oder in der Rhön. Gewandert werden 20 bis 25 km in 5-6 Stunden mit Rucksackverpflegung und Einkehr zur Schlussrast. Diese Veranstaltung ist für Wanderer gedacht, die noch mit einem flotten Wanderschritt unterwegs sein wollen.

Wandergruppe Walk-On
Ebenfalls Sonntags wandern die Walk-On'ler im sportlichen Tempo durch den Odenwald und die angrenzenden Mittelgebirge. Es werden meist Strecken von ca. 25 km zurückgelegt und unterwegs nur kurz aus dem Rucksack eine Stärkung eingeplant. Nette Schlussrast jedoch gerne nach Möglichkeit.
Schöne Wochenendwanderungen gehören ebenfalls zum Programm wie alpine Touren. (Diese sind jedoch keine durch FÜL geführte Touren.) Einfach mal auf die Seite der Gruppe schauen.

Wanderungen von 50+fit
Sie finden in der Regel am ersten Sonntag im Monat statt. Die Wanderziele liegen meist im Odenwald und in der näheren Umgebung. Wir laufen so etwa 20 km, verpflegen uns aus dem Rucksack und treffen nachmittags zu einer Schlussrast am Ziel ein.  Dabei besprechen wir auch weitere Unternehmung von 50+fit.            

Mehrtageswanderungen
Diese Wanderungen finden in der Regel in Mittelgebirgen statt. Dabei können die Tagestouren von einem Stammquartier aus oder als Streckenwanderung von Ort zu Ort mit oder ohne Gepäcktransport statt finden. Die Etappen erfordern eine Kondition für etwa 6 Stunden Gehzeit.

Bergwanderung als Hüttentour
Hier geht es mit dem Rucksack im alpinen Bereich während einer Woche von Hütte zu Hütte. Erforderlich sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie Kondition für ca. 8 Stunden Gehzeit bei zügigem Tempo.

Bergwanderung als Hüttentour für Senioren
Es geht  mit dem Rucksack im alpinen Bereich während einer Woche von Hütte zu Hütte. Erforderlich sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie Kondition für ca. 6 Stunden Gehzeit bei gemäßigtem Tempo.

Bergwanderung mit Stammquartier für Senioren
Wer mit dem Tagesrucksack im alpinen Bereich von einem Stammquartier aus eine Woche lang die Tagestouren angehen möchte, ist hier angesprochen. Auch hier sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie Kondition für ca. 6 Stunden Gehzeit bei gemäßigtem Tempo erforderlich.

Sollten Sie nun Ihr Interesse am Wandern in der Gruppe entdeckt haben, freuen wir uns, sie im Kreise der Wanderer zu begrüßen.

Gerd-Heinrich Unruh, Referat Wandern, Beirat und WGL Mittwochswandern;

Claus Janus, Beirat und WGL Sonntagswandern";

Astrid Lücker Administration Wandern;

Wanderleiter-Workshop 2014

Im Februar führten wir erneut eine sektionsinterne Fortbildung für unsere engagierten ehrenamtlichen Wanderleiter durch.

Während im letzten Jahr die Teilnehmer vorwiegend aus dem Bereich der Gruppe "50+fit" kamen, waren diesmal vor allem die teilweise schon seit vielen Jahren aktiven Wanderleiter aus dem Tages- und Seniorenwanderungsprogramm dabei.
Besonders erfreulich dabei, die nochmals gestiegene Anzahl der Interessenten!
 

Ein Bericht von Astrid Lücker und Manfred Schneider:

Johannes Alter, Leiter des Workshops, stellte sich vor, und direkt nach Klärung unserer Teilnehmererwartungen wurde Inhaltlich gearbeitet.
Alles was bei einer Tourenplanung zu beachten ist, wurde vorgetragen, von Hannes ergänzt und auf ein Flipchart geschrieben.
Das sah dann so aus:
1. Grobplanung (kann Monate vorher sein)
2. Konkretisierung der Planung (kann Tage vorher sein)
3. Feinplanung (evtl. am Vorabend)
Es wurden drei Gruppen gebildet und stichwortartig wichtige Punkte für die verschiedenen Phasen notiert. Alles wurde in einer systematischen Schneckendiagnose nach und nach erarbeitet, bis alle Gruppen ihre Vorschläge sinnvoll bis in den Kern der Schnecke eingebracht hatten. Im Kern der Schnecke war die optimale Planung der Wanderung abgeschlossen.
Neben Planungshilfen wie Informationsbeschaffung, Karte, Skizze
wurde das Thema Leitungsstile - Von Autoritär bis Laissez Faire („machen lassen“) und Führungstechnik diskutiert und später ausprobiert. Es ging um das Beziehungsdreieck Teilnehmer – Aktion – Leitung, Führungstechnik und Entscheidungsfindung.
Nach dem Mittagessen mit dem uns Hannelore verwöhnt hat, planten und starteten wir eine Rundwanderung in den Wald nahe der Lichtwiese um das erlernte in die Praxis umzusetzen. Zwei der Teilnehmer wurden als Leiter bestimmt und los ging es auf die bewusst mit einigen Schlüsselstellen versehene Route. Schon nach einer nicht zu langen Wegstrecke trat das erste Problem auf. Der Weg den man zu einer Waldrandspitze gehen sollte war völlig zugewachsen und nur unter großen Schwierigkeiten zu begehen. Die Führer bestimmten einen alternative Strecke, und trafen zielsicher das erste Etappenziel. Über eine Wiese verließen wir den Waldrand und gelangten an einen Bahndamm - und damit erneut eine Herausforderung. Nach spannender Diskussion entschieden wir einen anderen sichereren Übergang zu wählen, der auch mit entsprechender Vorsicht bequem überschritten werden konnte. Auf dem nun weiter führenden Weg wurden nun zwei neue Wanderführer bestimmt. Auch ihnen stellte sich verschiedene Herausforderungen wie zum Beispiel das Zeitmanagement und der Umgang mit unterschiedlichem Gehtempo in der Gruppe. Im richtigen Moment wurde so für die geplante Variante-B entschieden um pünktich zu einem gemeinsamen Kursabschluss ins Kletterzentrum zurück zu kehren.
Bei Kaffee und Kuchen wurde noch eine Weile über die  Ergebnisse des Tages gesprochen und alle Teilnehmer gaben
ihren Eindruck wider. Jeder von uns hat neue Sichtweisen gezeigt bekommen, vieles dazugelernt und sich
vorgenommen, es in Zukunft auch umzusetzen.
Wir bedanken uns bei Hannes für seine geduldige Art, mit der er auf uns eingegangen ist und seine Anregung
es auch mal mit einer anderen Denkweise zu versuchen.