Hauptversammlung: Der digitale DAV wird Wirklichkeit

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Am 16. und 17. November 2018 fand die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Bielefeld statt. Die Delegierten aus 356 DAV-Sektionen in ganz Deutschland trafen sich, um die Weichen für die Zukunft des Verbandes zu stellen. Ganz vorne stand die Entscheidung für ein großes IT-Projekt zur umfassenden Digitalisierung der Sektionen und des Bundesverbandes. Engagiert verlief die Debatte allerdings auch beim Thema E-Mountainbike. Ein Appell für einen Verzicht von Ladestationen auf Alpenvereinshütten wurde von einer großen Mehrheit der Delegierten getragen. Wichtig für die nähere Zukunft des DAV waren schließlich personelle Entscheidungen an der Verbandsspitze.

Der digitale Alpenverein wird Wirklichkeit

Im Vorfeld der Hauptversammlung war bereits klar: Der DAV muss mit der Zeit gehen und kommt an einer umfassenden Digitalisierung nicht vorbei. Nur so können Kommunikation und Verwaltung in einem wachsenden Netzwerk von 356 Sektionen effizient ablaufen. Die Hauptversammlung hat deshalb im letzten Jahr eine Arbeitsgruppe mit der Planung einer umfassenden IT-Lösung für Sektionen und Bundesverband beauftragt. Eine entsprechende Projektskizze hat die Arbeitsgruppe dann auch am Samstagvormittag vorgestellt. Darauf folgte eine zweieinhalbstündige engagierte, kontroverse und emotionale Debatte. Am Schluss haben mehr als 60 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Realisierung des Projekts "alpenverein.digital" gestimmt. Das heißt: Innerhalb der kommenden vier Jahren wird der DAV verbandsweit eine große IT-Lösung aufbauen. Diese umfasst Mitgliederverwaltung, Kursabwicklung, Tourenplanung, Veranstaltungsverwaltung, Ausrüstungsverleih, Websites, Social Media, interne Kommunikation und einige Dinge mehr. Für die Mitglieder werden sehr viele Services deutlich komfortabler. Zum Beispiel wird jedes Mitglied seine Daten jederzeit einsehen und bearbeiten können. Und auch für die Sektionen wird vieles einfacher und effizienter: So werden auch kleine Sektionen ihre digitalen Services auf der Höhe der Zeit anbieten können.

Übrigens hat der DAV selbstverständlich bereits viele Schritte zur Digitalisierung gemacht, einzusehen zum Beispiel auf den Websites der einzelnen Sektionen. Und auch die Hauptversammlung selbst hat sich in dieser Hinsicht sichtbar weiterentwickelt: Die Abstimmungen zu den jeweiligen Themen haben erstmals auf elektronischem Weg stattgefunden – und nicht mehr wie zuvor per Stimmtafeln und langwierigen analogen Auszählungen.

Riedberger Horn, Alpenplan & "Unsere Alpen": Das Engagement geht weiter!

Im April dieses Jahres hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder das umstrittene Skischaukel-Projekt am Riedberger Horn im westlichen Allgäu gestoppt. Die mit dem Skigebietsausbau verbundene Veränderung des Alpenplans soll nun auch zurückgenommen werden. So sieht es zumindest eine Passage im Koalitionsvertrag der neuen bayerischen Staatsregierung vor. Für beide Dinge hatte sich der DAV intensiv eingesetzt. Insofern sind das gute Nachrichten, denn sie zeigen, dass die Einflussnahme des DAV erfolgreich war. Aber: Mehr als ein Anfang ist das sicherlich nicht. Vor allem, weil im Koalitionsvertrag nur Absichtserklärungen enthalten sind. Deshalb hat die Hauptversammlung mit großer Mehrheit entschieden, die Rücknahme der Änderung des Alpenplans weiterhin mit Nachdruck zu verfolgen und dadurch sicherzustellen, dass diese auch tatsächlich erfolgt. Darüber hinaus hat die Hauptversammlung beschlossen, das geplante Speicherbecken im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn abzulehnen.

Mehr als einen Anfang sieht der DAV in den Formulierungen des bayerischen Koalitionsvertrages übrigens auch in anderer Hinsicht nicht. Der DAV will über das Riedberger Horn hinaus, dass die touristische Entwicklung in den bayerischen Alpen dauerhaft einen neuen Weg einschlägt – in Richtung mehr Naturnähe und Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit den Alpenvereinen in Österreich und Südtirol startet der DAV deshalb am 4. Dezember die internationale Kampagne "Unsere Alpen".

 

 

Kritische Position des DAV zu E-Mountainbikes

Foto: DAV-Wolfgang Ehn

Mountainbiken liegt im Trend, und mit dem Siegeszug der E-Mountainbikes (exakt eigentlich: Berg-Pedelecs) hat sich der Boom noch deutlich verstärkt. Nutzungskonflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern sind entsprechend häufiger geworden. Der DAV baut sein Engagement beim Mountainbiken derzeit massiv aus und hat unter anderem das Projekt "Bergsport Mountainbike – nachhaltig in die Zukunft" ins Leben gerufen. Dieses Engagement hat die Hauptversammlung nahezu einstimmig bestätigt – und in einer anschließenden Debatte über die inhaltliche Ausrichtung diskutiert. Im Kern stand die Frage: Wie steht der DAV zu den E-Mountainbikes? Mit ihnen komme ein gewaltiger Nutzungsdruck auf die Alpen zu, argumentierten die einen. Die anderen hielten dagegen, dass E-Bikes schwächeren Personen Bergerlebnisse ermöglichten, die sie sonst nicht genießen könnten. Am Schluss der Debatte entschieden sich die Delegierten für eine kritische Haltung des DAV gegenüber Berg-Pedelecs. Deutlich wird diese Haltung in einem Apell, der mit 71 Prozent der abgegebenen Stimmen verabschiedet wurde; der Wortlaut: "Die Hauptversammlung appelliert an die Sektionen, das Aufladen von Akkus auf ihren Hütten zu untersagen."

Text und Bilder: alpenverein.de

Weitere Infos von der Hauptvereammlung gibt es hier.

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