Die Routen

Im ehemaligen Sandsteinbruch wurden bis heute über 90 lange und kurze Routen und Varianten von grosser Vielfalt erschlossen. Zudem führt ein drahtseilgesicherter Klettersteig durch den hierfür attraktivsten und höchsten Teil der Wand.

Neben kurzen, teils plattigen Routen, imposanten, senkrechten und überhängenden Wand-, Kanten- und Verschneidungsklettereien, finden sich zahlreiche gigantische Risslinien in allen Breiten. Die Kletterlänge der Routen beginnt bei knappen 10m und reicht bis zum Odenwaldrekord von 40m.

Bilder: Helge Kramberger

Absicherung und Sicherheit

Komischer Kauz (7-)

Mit dem Ziel ein möglichst vielfältiges Spektrum im Charakter der Routen zu realisieren und zu erhalten, entstanden in allen Schwierigkeitsgraden sowohl komplett mit Verbundankern ausgestattete Wege, als auch solche welche teilweise oder komplett clean belassen wurden. In jedem Fall wurde dafür Sorge getragen, dass mit einer angemessenen Ausrüstung an mobilen Sicherungsmitteln  eine gute Absicherung gewährleistet werden kann. Umlenkhaken sind überall vorhanden.
Bei der Schwierigkeitsbewertung hat man sich an der Bewertung vergleichbarer Routen in der Pfalz orientiert.

Da die Routen teilweise von beachtlicher Länge und dementsprechend nicht immer komplett einsehbar sind, kann es ratsam sein, sich vor Ort mit anderen, erfahrenen Kletterern auszutauschen. Wer noch unsicher im Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln ist, sollte die entsprechenden Routen meiden, bzw. nachsteigen.

Im Ausbildungsprogramm der Sektion finden sich immer wieder Kurse, in denen das entsprechende Know-how vermittelt wird.

Wer die imposantesten Routen nicht auslassen will, sollte nach Möglichkeit ein 70m-Seil dabei haben. Das Tragen eines Helms wird dringend empfohlen. Mit Steinschlag aus den  Routen und vor allem auch aus dem Felskopfbereich ist zurechnen ist. 

Der Felskopf darf nicht betreten werden (auch nicht zum Einhängen von Top-Ropes). Ausnahme: der Ausstieg vom Klettersteig.

Bei Fragen könnt ihr Euch jederzeit beim Arbeitskreis Heubach informieren. Für konkrete Infos zum Klettern und zu den Routen stehen wir gerne zur Verfügung...  

Viel Spass beim Entdecken

Aktueller Hinweis:

Wir möchten Euch, bedingt aus den Erfahrungen der letzten Jahre darauf hinweisen,  dass das Verwenden von Klemmkeilen in den Rissen hier nicht das probate Sicherungsmittel ist.  Camelots, Friends, Hexentrics oder TriCams versprechen ein deutlich sicheres legen dieser mobilen Sicherungsmittel.
Nähere Infos bieten wir Euch gerne vor Ort und empfehlen Euch einen 'Mobile-Sicherungen-Kurs' , um Euer Wissen und Technik zu vertiefen.

Stefan Myrzik
AK Heubach

Verhalten am Fels

(Auszug aus der Nutzungsordnung)

  • den Steinschlag gefährdeten Bereich am Wandfuß dürfen nur Kletterer oder Sichernde betreten.
  • Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms beim Klettern und Sichern.
  • Kinder und Jugendliche, die hier klettern und sichern, müssen einen Helm tragen.
  • Den Klettersteig darf nur mit geeigneten Sicherungsmitteln begangen werden. Diese müssen den Empfehlungen des DAV entsprechen.
  • Das Absichern der Kletterrouten im Vorstieg erfolgt eigenverantwortlich. Einige Routen erfordern den Einsatz von mobilen Sicherungsmitteln (Klemmkeil, Friend usw.) und das Können, diese einzusetzen. Hinweis: Einige Routen können nur mit 70 m Seil umgelenkt werden!
  • Das Betreten des Geländes am Wandkopf ist wegen Steinschlaggefahr verboten. Das Einhängen von Seilen ist daher nur im Vorstieg möglich. Alle Kletterouten enden an den Umlenkringen.
  • Das mutwillige Verändern der Felsoberfläche und der angebrachten Sicherungsmittel ist verboten. Lose Felsteile oder Sicherungsmittel melden Sie bitte unverzüglich dem AK.
  • Erstbegehungen sind für jeden Kletterer möglich, müssen aber vorher mit dem AK abgesprochen und von diesem genehmigt werden. Die Vorgaben des AK sind verbindlich.
  • Magnesia, wenn überhaupt, nur sparsam verwenden, um die Griffigkeit des Sandsteins zu erhalten. Jegliche Magnesiaspuren  sind beim Abseilen mit einer Zahnbürste oder ähnlichem zu entfernen um die Griffigkeit des Sandsteins zu erhalten u. nachfolgenden Kletterern eine on-sight-Begehung zu ermöglichen.
  • Dauerbelegung von Routen sind mit Rücksicht auf andere Kletterer zu vermeiden. 
  • Rauchverbot am Fels und im Wald

Rettungsplan für Heubach

Unfälle sind leider nicht immer vermeidbar, daher ist es wichtig, schnell Hilfe zu organisieren. Hier der Leitfaden dafür.

  • Erste Hilfe leisten.
  • Erste Hilfe-Koffer an der Kasse im Mittelbereich an den Felsen.
  • Nächste Unfallaufnahme:
    Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt
    Krankenhausstr.11
    06078 79-0
  • Wenn nötig Rettungsdienst verständigen
    Rufnummer: 112 - aus allen Netzen!
    Unfallort:
    Wilhelm-Leuschner-Straße 250
    64823 Groß-Umstadt / Heubach
    Anzahl der verletzten Personen und
    Zustand des/r Verletzten mitteilen.
  • Ist kein Ansprechpartner der Sektion auf dem Gelände, bitte eine Person zum Regeln bestimmen.
  • Den Arbeitskreis informieren - 0177 3224662
  • Dafür sorgen, dass die Auffahrt frei ist.
  • Die Zufahrt auf die Wiese muss freigeräumt werden, Rettungsweg!
  • Eine Person unten am Tor zum Einweisen abstellen, dabei dürfen während des Rettungseinsatzes keine weiteren Gäste mit dem Auto auf das Gelände fahren.
  • Ist ein Rettungsflug erforderlich, dann eventuell vorhandene Zelte auf der Wiese abbauen und lose Gegenstände entfernen, damit der Heli sicher landen kann.
    (Deutsche Luftrettung 0180/2323632)
    GPS-Position: Sektionsgelände Heubach
    Nord:49° 50m 10s
    Ost:008° 59m 10s

Im Kassenbereich und an der Infotafel am Parkplatz sind alle wichtigen Infos nochmals ausgehangen.

Klettern und Bigwall-Training

Bilder: Helge Kramberger, Uwe Meyer