02.-03. März 2019 Wochenende im Brexbachtal

Sturm und Regen waren angesagt, und das am Faschingswochenende.
Mit einem Plan B im Gepäck, falls uns das Wetter davonspülen sollte, trafen wir uns am Samstag morgen wie geplant an unserem Stützpunkt, dem Burghotel Grenzau in Grenzau, um zu unserer Wanderung zu starten. 

Aber Petrus ist und bleibt halt ein Walk-On'ler, und hat dafür gesorgt, dass wir den ganzen Tag über trocken und zeitweise auch von Sonne begleitet, die Tour von ca. 25 km und 500 HM genießen konnten.

Von Grenzau führte Astrid unsere kleine und lustige Gruppe erstmal bergauf zur Burg, um von dort die tief eingeschnittenen Täler des Brexbachs zu sehen und einen Eindruck von den steilen Berghängen zu bekommen. Wo es bergauf geht, geht's auch wieder bergab, gleich hinter der Burg auf schmalem Steig in engen Serpentinen hinunter zum Brexbach ins Tal. Dem sind wir dann -immer der Markierung "Traumpfad" im Blick- durch sein schluchtartiges Tal, Seite an Seite neben seinen Schleifen und Kehren gefolgt. Die verträumte Bahnlinie (der früheren Lebensader dieser Gegend) mit ihren Viadukten und verfallenen früheren Haltepunkte mitten im Wald rundete das wildromantische Bild dieses Wegabschnittes ab.

Ein Kreppelpicknick mit Heidelbeerglühwein am großen Pfadfinder-Areal am Brexbachufer war unsere Antwort auf Fasching. Kurz danach traf unser Weg den Rheinsteig, dem wir ein kurzes Stück folgten, bis wir kurz vor Sayn auf den Saynsteig wechselten. Dieser führte auf einem Höhenrücken mit schöner Sicht auf den Ort Sayn und die Basilika zur Burg. Hier war kurze Mittagsrast mit Blick über die Rheinebene.

Der zweite Teil der Wanderung führte durch den Ort Sayn zur Basilika, die mit ihrem Kreuzgang und Deckenmalereien ein Besuch wert ist. Weiter ging es nun stetig bergauf in immer engeren Serpentinen bis wir am Limesturm ankamen. Die Sonne blitzte hervor und eine kleine Teepause lockte auf die schönen Bänke. Ab hier führte nun das letzte Teilstück oberhalb des Brexbachtals zurück nach Grenzau, wobei es hier noch drei spannende weglose Passagen zu meistern gab, um eine lange unnötige Wegschleife zu vermeiden. 

Schließlich waren wir rechtzeitig vor dem Schauer und pünktlich zum 5 Uhr-Bier zurück und genossen dies in der urigen Schlossgaststätte gleich neben dem Hotel. 

Den Abend beschlossen wir zum Abendessen in einer "Wilderergaststätte" in der es richtig leckere Schäufele und Haxen gab. 

Am Sonntag früh war es wieder pünktlich zum Start trocken, so dass wir auch diesen Tag zum Wandern nutzen konnten und den Plan B, einen Besuch in der Bad Emser Therme auf das nächste Mal verschoben haben.

Heute stand der" Waldschluchtenweg" auch eine Traumschleife der Wäller Touren auf dem Plan. Von Höhr-Grenzhausen, das sich auf einen Karnevalsumzug vorzubereiten schien, starteten wir am Friedhof. 
Heute standen etwa 15 km und 400 HM auf dem Programm, eine entspannte Tour.

Der Weg führte durch die Täler des Feisternachtbaches und des Hillscheider Baches auf lauschigen Pfaden immer am Wasser entlang größtenteils, bis es schließlich auch hier ein Stück Weg in der Karte gab, das in Wirklichkeit schon recht zugewachsen war und wir uns ganz gekonnt durch das Gelände gearbeitet haben, bis der Weg wieder da war. Um 13.00 Uhr waren wir dann zurück am Auto und beschlossen den Wandertag bei "Pino", einer sehr netten italienischen Gaststätte bei Canneloni, Pasta und Pizza in der City von Höhr-Grenzhausen.

Die eigentliche Challenge war schließlich die Heimfahrt nach Darmstadt, denn in allen umliegenden Orten waren zu dieser Zeit die Faschingsumzüge zu Gange, die Durchfahrten gesperrt und mehrfach war Umdrehen und Umwege fahren erforderlich. Den Faschingsjecken sei es jedoch verziehen.

Es war ein schönes Wochenende in kleiner netter Runde. Schön, dass ihr dabei gewesen ward.

 

 

 

17.02.2019 Oberzent-Umrundung, Teil 2

Trotz Tourenlänge von ausgeschriebenen 27 km hat das ambitionierte Wanderprogramm 25 Teilnehmer zum Startpunkt gelockt, und die Sonne tat dabei ihr übriges.

Vom Parkplatz Mühs bei Reußenkreuz (war mir bis dahin komplett unbekannt) führte uns Steffen auf der Höhe westseitig das Sensbachtal in Richtung Süden, vorbei an Ober-Sensbach, Unter-Sensbach nach Hebstahl. Unerwartet gab es Schneefelder zu queren und das bei strahlender Sonne. Die angekündigte Mittagsrast nach ca. 13,5 km mit Glühwein bei strahlender Sonne und mit Blick auf die Häuser von Hebstahl (die Flurnamen zeugen vom früheren Erzabbau und Verhüttung) förderte die ein oder andere Sonnencreme aus den Rucksäcken.

Frisch gestärkt ging es bergab in den Talgrund vom jungen Sensbach, auf der anderen Seite von Hebstahl wieder bergauf westseitig im Bogen nordwärts zum Wüstebuckel (402m) ein kleine Stück Offroad zum Weiler Salmshütte, dessen Dächer wir erahnen konnten, bevor wir auf der Geierskling über eine Wiese querend am Fuß des Ameisenberges (425m) eine kurze Nachmittagsrast nach ca. 22 km genossen. Wenig später, auf der Zielgeraden sozusagen, passierten wir noch den Hornissenberg und folgten dem Panoramaweg in der Sonne die letzten ca. 7 km zum Gasthaus Reußenkreuz. 
Trotz der großen Gruppe war das Tempo der Wanderung sportlich und anfangs mit ca. 6,0 km/h, in der zweiten Tourhälfte dann noch mit ca. 5,3 km/h, so dass wir etwa eine knappe Stunde eher zur Schlussrast einkehrten, als geplant. 

Aber die schöne Route und die Sonne haben uns alle beflügelt, und der Muskelkater und die am Ende doch etwas müden Beine wurden einfach mal ignoriert.

 

 

27.01.2019 Große Runde um Raubach mit Jörg -Power30-

Eine Wanderung wie zu Beginn der Walk-On-Gruppe... klein aber fein!!!

Eine Frau, 4 Männer. Die lies uns aber nicht im Regen stehen. 30 km sind wir gelaufen.

Wald, viel einsamer Wald, Bäche und Schneereste, Kaltfront mit konvektiven Umlagerungen und die Erkenntnis, dass Raubach weit weg liegt, prägten unseren Tag.

Meine Empfehlung: Das mal im Sommer zu laufen und am Dürr-Ellenbach zu bummeln.

 

Für die Akten, der Routenverlauf:

Wahlen – Grasellenbach – Spessartkopf – Rotes Wasser – Olfener Höhe – Hinterbachtal mit dem Finkenbach – Raubach (mit Einkehr) – rund um den Geiersberg – Dürr-Ellenbach-Tälchen – Affolterbacher Höhe – Wahlen.

06.01.2019 eine sportliche Winterwanderung um Brandau (Jörg)

Nieseldauerregen, kalt, auch mal windig: Zeit in der warmen Hütte am Kachelofen zu sitzen.

Nix da, Walk-On läuft bei jedem Wetter. Und schön war´s!

 

11 Unentwegte trieben sich siebeneinhalb Stunden draußen herum und hatten dann rund 30 km und 900 Höhenmeter auf dem Tacho.

Dabei gab es 2 Walk-On-Wintererstbesteigungen:

Am Steinkopf, mit Kletterei zum Gipfel, konnte wegen fehlender Ausrüstung und witterungsbedingt die Direktroute über die Südwand nicht bestiegen werden.

Die spontane Expedition auf den Rauhestein brachte die Erkenntnis, dass auch mitten in der Odenwälder Wildnis Hütten mit Grillmöglichkeit rumstehen.

Der erste Abstieg am Osthang der Neunkirchner Höhe war noch leicht vergletschert und der finale Abstieg zur Gaststätte wie üblich im Gebirge steinig und steil.

 

Für die Akten, der Routenverlauf:

Fränkisch-Crumbach – Weilerts – Rodenstein – Rimdidim-Felsen – Steinau – Steinkopf – Neunkirchen – Brandau – oberhalb Gadernheim – Rauhestein – Modauquelle – Lauterquelle – oberhalb Winterkasten – Freiheit – 12 Apostel – Linde.