Offener Ba-Wü Jugendcup 2012 Karlsruhe

Während manche die Saison schon für sich abgehakt haben, fangen andere erst richtig an. Es war klar, dass es keine Reise zum Ponnyhof werden würde.
David Berichtet...

Nachdem wir alle, Caro, Simone, Kara und ich, um halb sechs (05:30!!!) aufgestanden waren, um pünktlich am Treffpunkt zu sein, fuhren wir mit Hannes nach Karlsruhe zum Baden-Württembergischer Jugendcup.

Es waren noch nicht viele da, deshalb konnten wir uns in Ruhe die vier Qualirouten anschauen. Wir wussten anfangs noch nicht welche zwei Routen wir klettern mussten, aber das klärte sich aber später noch: Unsere Qualis waren zwischen 7+/8- und 8+ schwer - ganz schön hart.

Und dann fing es an; für uns mit dem Ansporn zumindest mal nicht letzte zu werden.
Obwohl bei der starken schwäbischen Konkurrenz keiner ins Finale kam, liefs gemessen an unsern Verhältnissen wirklich sehr gut. Jeder von uns konnte in seinen jeweiligen Roten einiges an Metern machen und ettliche hinter sich lassen.

Die Finals waren zwischen 9- und 10- und entsprechend spannend zum zuschauen.
Alles in allem ein toller Wettkampf und vielen Dank an Hannes, der wirklich von der ein oder anderen Leistung überrascht war ;-)
 
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DLC/DJC 3-2012 Frankenthal

Die nationale Lead-Saison ging in Frankenthal zu Ende. Während Marvin und Lilli ja schon länger an den Cups teilnehmen, war es für Janka die erste komplette Saison...

Nach dem tollen 2.Platz beim ersten Deutschlandcup in Balingen und der für mich eher enttäuschenden Platzierung beim 2. Deutschlandcup in Ingolstadt, galt es eine gute Leistung im letzten nationalen Cup in Frankenthal zu zeigen um in der Gesamtwertung noch ein gutes Resultat zu erzielen.
Da nur zwei Wochen zwischen den beiden Cups lagen, war nicht viel Zeit um noch lange über den letzten Wettkampf nachzudenken.
Der erste Eindruck beim Betreten der Halle und der Routenbesichtigung war, dass in Frankenthal eine ganz andere Qualität an Routen geschraubt wurden. Sie waren in meinen Augen interessanter und abwechslungsreicher als in Ingolstadt.
Meine erste Qualiroute war relativ einfach. Die einzige spannende und schwierige Stelle war kurz vor dem Top eine Querung nach einem Überhang. Dort hatte ich eine kurze Unsicherheit, weil mir die Hand vom Griff zu rutschen schien, konnte mich aber abfangen und toppte die Route – wie 8 andere Kletterinnen auch.
Wer ins Finale kommen sollte, wurde dann an der 2.Qualiroute entschieden. Dort wartete nach dem 1.Drittel der Tour ein Sprung! Ich bin mir meiner Sprungfähigkeit nicht sicher und startete daher mit einem doch recht mulmigen Gefühl. Zunächst lief die Route einfach und flüssig. Leider gelang mir, wie den meisten, der Sprung nicht, und ich fiel aus der Route. Jetzt begann das Zittern: War ich im Finale? Ich war 10. - es hatte gereicht!
In die Finalroute stieg ich bereits als zweite ein. Musste doch arg kämpfen und kletterte nicht so, wie ich es mir vorstellte, konnte aber entscheidende Situationen dennoch gut meistern. Am Anfang des oberen Drittels stürzte ich. Vielleicht hätte ich die komplette Route entschlossener und risikofreudiger angehen sollen...
Überraschender Weise fielen die kommenden Finalistinnen fast alle vor mir, so dass ich den sehr guten  und für mich sehr glücklichen 3. Platz im letzten Deutschlandcup erringen konnte.
Fazit: Eine schon sehr erfolgreiche Saison liegt hinter mir. Bei 3 Deutschlandcups kam ich 2 Mal aufs Podest und ich hatte 2 internationale Einsätze mit der Jugendnationalmannschaft. Stand bei den Westdeutschen, Hessischen und bei den Offenen Rheinland-Pfalzmeisterschaften ganz oben auf dem Treppchen. Jetzt heißt es aber mal Pause machen und mich dann im Winter auf die neue Saison vorzubereiten.

Marvin war bereits mit Fingerschmerzen angereist und traf erst beim vorsichtigen Aufwärmen die Entscheidung tatsächlich trotz Handycap zu starten. Es gelang ihm auch unter diesen Bedingungen solide ins Mittelfeld der Herren zu klettern - im Rahmen des Möglichen alles andere als schlecht!
Dennoch ergab die Nachuntersuchung inzwischen eine unangenehme Fingerverletzung die nun etwas Geduld fordert - zum Glück ist ja grade Winter...

Die in der Darmstadt trainierende Frankfurterin Lillie Kiesgen konnte ihre gute Form und Leistung vom letzten DJC in Ingolstadt  in Frankenthal bestätigen und zog nach einer souveränen Leistung in den beiden Qualifikationsrunden sicher ins Finale der weibl. Jugend A ein. Dort musste sie sich nur den sehr starken Mädels aus dem Nationalkader geschlagen geben und wurde schlussendlich 4.
Dieser Platz reicht ihr aber um im Geamtklassement aller Deutschen Jugendcups den hervorragenden 2. Platz zu erreichen. Wir gratulieren zur deutschen Vizemeisterschaft in der weibl. Jugend A.
Einen Tag vorher kletterte Lillie bereits den Wettkampf der Damen. Auch hier zog sie als 16 jährige ins Finale ein und und errang einen tollen 6. Rang.
Diesen Platz nahm sie dann auch im Gesamtklassement der Deutschen Meisterschaft ein. Ein super Resultat in ihrem ersten Jahr als Doppelstarterin in weibl. A und bei den Damen.
Gratulation!
 
Vollständige Ergebnisse Damen/Herren
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Offener Regensburger Kids Cup 2012

Insgesamt nahmen knapp 80 Kinder in 3 Jahrgangsstufen teil. Bei den Jüngsten war der erst seit anfang des Jahres in einer unserer Fortgeschrittenengruppen kletternde 8-jährige Chris aus Breuberg dabei.

Die Aufgabe bestand darin, möglichst viele der 40 Qualifikationsboulder zu „toppen“ und dann unter die besten 6 der Finals zu gelangen.
Kinder und Eltern waren gleichermassen motiviert und kämpften bis zur letzten Sekunde der Qualifiaktion. Engagiert gecoacht durch seinen grossen Bruder konnte Chris 22 der Boulder sogar flashen.
Auch im Finale war die Spannung gross und zahlreichen Zuschauer fieberten mit jedem Starter mit, obwohl die Favoriten bei den "Kleinen" aus Tschechien und eben Darmstadt kamen. Am Ende war Chris der Einzige, dem ein kompletter Durchstieg des Finalboulders gelang - Klasse!

Nach den drei Kids Cups zuvor, bei denen Chris die Plätze 2-4 belegte, erreichte er nun zum ersten Mal die oberste Stufe am Podium.

Mit mehr als 30 kleinen Athleten freute er sich riesig über seinen Sieg.
 
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DLC/DJC 2-2012 Ingolstadt

In knallharten Routen und gegen eine starke Konkurrenz mussten wir am ersten Oktoberwochenende zum zweiten Deutschen Leadcup in Ingolstadt antreten.
Marvin berichtet...

Immer noch nicht wieder ganz fit hatte ich am Samstag mit vom Boden weg anhaltend schweren und pressigen Zügen  in der 1. Herrenqualifikation zu kämpfen - "Bindhammer Style" par exellance.  Aufgrund eines unnötigen Fehlers war an der 4. Exe leider schon Schluss und auch der weitaus bessere Go in der 2. Qualiroute konnte das Ergebnis nicht mehr rausreißen, sodass ich mich mit einem 17. Platz im Mittelfeld platzierte.

Ganz anders lief es hingegen bei Lilli, die mit 2 sensationell guten Versuchen die Finalteilnahme erreichte - und das bei ihrem ersten Erwachsenen-Leadcup auf nationaler Ebene! In einem spannenden Damenfinale erkletterte sie sich dann den 7. Platz.
Auch am Sonntag bei der Jugend konnte die starke Frankfurterin, die seit Januar im Darmstädter Wettkampfteam trainiert, an ihren Erfolg anknüpfen und sicherte sich mit den Topbegehungen beider Qualirouten als Erstplatzierte souverän die Finalteilnahme. Dort kletterte sie bis kurz vor Top und fiel an einem Zug an dem auch noch 2 weitere Mädels stürzten. Aufgrund ihrer Kletterzeit und der Gleichplatzierung in der Quali erreichte sie den 3. Platz auf dem Treppchen bei den starken A-Mädels.

Janka startete leicht nervös und zittrig aufgrund des hohen Erwartungsdrucks nach ihrem 2. Platz beim 1. Jugendcup in Balingen in ihre erste Quali und fiel gepumpt und unerwartet früh aus dem grossen Ingolstädter Dach. Auch in der 2. Quali lief es nicht ganz optimal. Janka fiel, wie auch viele Andere, bei einem sehr schweren Zug, den sie aber hätte machen müssen um trotz ihres Ergebnisses in der 1. Quali noch ins Finale zu kommen.

So muss der Wettkampf als eine weitere Chance gesehen werden wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die es gilt beim 3. und letzten Deutschlandcup in 2 Wochen in Frankenthal umzusetzen um dort nochmal mit einem guten Ergebnis zu zeigen wohin die Reise gehen soll - und um natürlich wichtige Punkte für die deutschen Meistertitel zu sammeln.
 
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Westdeutsche Meisterschaften 2012 Sankt Wendel

Neun Darmstädter fuhren zusammen auf die Westdeutschen Lead-Meisterschaften.
Für einige war es der bisher wichtigste, für andere der erste, und für wieder andere ein guter Vorbereitungswettkampf.
Der Bericht von Marvin...

Gleich als erster Starter hatte es Luca in der ersten Quali besonders schwer, erkletterte sich aber trotzdem den 9. Platz und schaftte es als 13. in der zweiten Quali so auf den 12. Gesamtrang. Einen Platz in Quali 1 und einen Griff in Quali 2 weiter, reichte am Ende für Jannis für einen 9. Gesamtrang ebenfalls in der Jugend B bei seinem ersten Wettkampf!
In der weiblichen Jugend B legte Lea eine super gute 2. Quali hin und erreichte dort Platz 2 und konnte so das Ergebniss der leider nicht so gut gelaufenen 1. Quali etwas ausgelichen. Am Ende wurde sie damit 11.
Paul, der im Moment leider nicht in Topform ist, schrammte um 2 Plätze am Finale vorbei und wurde so 8. in der männlichen Jugend C.
Alle anderen sicherten sich souverän ihren Startplatz im Finale.
Besonders beeindruckend war dabei die Leistung von Charlotte aus Lorsch, die - aus der Aufbauarbeit der Jugend der Sektion Weinheim hervorgegangen - seit einigen Wochen bei uns in Darmstadt mittrainiert und nun erstmalig für uns am Start war (Jugend C). Bei ihrem 1. Meisterschaftswettkampf zog sie gleich mal als drittplatzierte ins Finale ein.

Und dann im Finale wurde gerockt!

Spannung und Daumen drücken war angesagt in der Finalroute der weiblichen Jugend, bei dem es galt eine sehr harte und schwer lesbare Stelle zu überwinden und vor allem den von unten nicht erkennbaren Griff auf einem Volumen nicht zu übersehen.
Als einzigste in ihrer Jugend konnte Charlotte diese Stelle überwinden und wir dürfen zum Westdeutschen Meistertitel gratulieren!
Janka ließ auch im Finale nichts anbrennen und kletterte ganze 7 Griffe weiter als die Zweitplatzierte. Nochmal Glückwunsch!
Und Lilli, die noch für die Sektion Frankfurt startet aber nun seit Jahresbeginn in Darmstadt trainiert, konnte sogar die noch fehlenden 2 Züge klettern und erkletterte sich mit einem Top im Finale ebenfalls den Meistertitel!
Auch bei Timon, der wie Lilli noch mit Frankfurter Lizenz am Start ist, gab es allen Grund zum staunen als er an der schwierigen Gleichgewichts-Schieberstelle in die Verschneidung rüberkippte und sich dort sogar noch für einige Sekunden halten konnte. Rang 4
Im Damenfinale konnte Lilli nochmal an ihren Erfolg bei der Jugend anknüpfen und holte sich dort ebenfalls den Titel.

Als letzter Starter verschenkte ich dann leider die Chance auf eine weitere Top-Platzierung, als ich bei einer sehr wackeligen Stelle, wie vier andere auch, ein Loch nicht schnell genug einsortiert bekam um die aufgehende Tür abzufangen. Es war hart für mich am Ende auf dem 5. Platz zu landen, obwohl ich hätte gewinnen können. (red.: mit einer wenige Sekunden schnelleren Kletterzeit hätte das trotzdem aufs Podium gereicht!)

Als Resümee sind die Ergebnisse ein Zeichen das wir mit der Wettkampfförderung in Darmstadt auf einem guten Weg in Richtung Spitze sind.
 

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EYC III-2012 Imst AUT

Bei ihrem zweiten Auslandsabenteuer machte Janka Bekanntschaft mit der garstigen Imster Weltcupwand.
Hier ihr Bericht...

Nachdem ich mit der Klettergruppe in Frankreich zum Felsklettern war, durfte ich eine Woche später meinen zweiten Einsatz für die Jugendnationalmannschaft in Imst bestreiten.
Meine Vorbereitung waren gerade mal zwei Trainingseinheiten in der Halle, so waren die Voraussetzungen nicht optimal und deshalb fuhr ich auch mit einem etwas mulmigen Gefühl nach Imst.

Mein Startplatz war im Mittelfeld, so dass ich mich konzentriert auf die erste Qualiroute vorbereiten konnte. Die Außenanlage in Imst ist nicht so mein Ding. Da geht es erst mal 6 m kerzengerade hoch, bevor es dann erst interessant wird -  Plattengeschiebe usw – naja, muss ich halt durch.
Mit einem der Bundestrainer ging ich vorher noch mal die Tour durch und war zuversichtlich über die Crux zu kommen, an der vorher fast alle rausfielen.

Ich stieg also ein und kletterte bis zum besagten Punkt und schwupp – auch ich fiel an der Stelle raus – nicht weil ich sie technisch nicht konnte, sondern weil ich so verkrampft die Griffe vorher „zuknallte“, dass ich dann keine Kraft mehr hatte. Es war halt noch viel Unsicherheit und Nervosität im Spiel. Egal – ich war im Mittelfeld nach der ersten Quali und das war okay.

Nach dem Mittagessen  wurde dann die 2. Route demonstriert und ich hatte wieder ein gutes Gefühl. Mit Mona Kellner, die vorher die Route kletterte, ging ich noch mal die Route durch. Ich stieg ein – und es geschah wovor ich immer Angst hatte – ich hatte einen völligen Black out. Ich kletterte unsauber und völlig unkoordiniert,  übersah einen entscheidenden Griff und flog viel, viel zu früh heraus. Ich war fassungslos und konnte mir das nicht erklären.
Meine Platzierung war furchtbar.
Ich musste erst mal Ruhe finden um dies zu verarbeiten. Hatte ich doch viel Positives in den letzten Monaten erlebt, so ist dieses Erlebnis in Imst mir eine Lehre. Nach Tagen und nach vielen Gesprächen glaube ich, dass auch so etwas mich weiterbringen kann – Diese Situation erlebt jeder Kletterer mal in seiner Wettkampfzeit und es gehört dazu und man muss daraus lernen und es verarbeiten und neu starten.

Abschließend zu meinen beiden Europa-Cups in Linz und in Imst muss ich sagen, dass es wunderbare und erlebnisreiche Tage im Kreis der Jugendnationalmannschaft waren. Ich habe viel Positives und auch ein wenig Negatives erfahren und denke, dass es mich weiterbringt.
Würde mich schon freuen weiterhin dabei sein zu dürfen. Dafür muss ich halt jetzt bei nationalen Wettkämpfen Gas geben und es stehen da ja noch wichtige Veranstaltungen aus.
 
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EYC II-2012 Linz AUT

Das gabs noch nie - eine Darmstädterin im Europäischen Jugendcup!
Dank toller Leistungen auf nationaler Ebene wurde Janka eingeladen gemeinsam mit dem DAV-Team auf Tour zu gehen...

Nachdem ich nun einige erfolgreiche nationale Wettkämpfe bestritten habe, bekam ich in Linz zum ersten Mal die Chance als Mitglied der  Jugendnationalmannschaft einen Europacup zu klettern.

Wir starteten gemeinsam mit 2 anderen Kletterern am Freitag direkt nach Schulende mit dem Auto nach Österreich. Mit einigen Staus und Verzögerungen kamen wir nach 6 Std. Fahrt in Linz an und mussten dort allerdings noch 1,5 Stunden auf die Bundestrainer und die anderen Kadermitglieder warten, die zusammen in 2 Bussen von München aus anreisten. Treffpunkt war das Hotel, in dem wir alle zusammen untergebracht waren.
Nach dem gemeinsamen willkommen heißen wurden wir auf unsere Zimmer eingeteilt.  Abends gingen wir alle - es waren insgesamt 21 Kadermitglieder - zusammen essen und anschließend gab es eine gemeinsame Besprechung,  in der wir  auf den kommenden Wettkampf eingewiesen wurden.

Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück in die Kletterhallen von Linz. Im Unterschied zu nationalen Wettkämpfen findet die Registration ein Tag vorher statt und die Bundestrainer führen dies durch. In der Halle war alles mehr und größer. Viele unterschiedliche nationale Klettertrikots mit den Beschriftungen ihrer Nationen auf den Rücken, viele unterschiedliche Sprachen. Es war erst einmal überwältigend. Nach kurzer Besichtigung der zwei Qualifikationsrouten  machte ich mich an der Boulderwand warm.  Ich war 23. auf der Startliste und musste noch einige Zeit warten.

Als es dann so weit war, war ich ganz schön aufgeregt. Es erinnerte mich an meinem ersten Deutschlandcup in Darmstadt letzten Jahres. Ich stieg in meine erste Europacup Route ein und merkte schnell den Unterschied. Hier haben die Qualifikationsrouten den Schwierigkeitsgrad 9-/9. Ich kletterte die ersten Meter eigentlich ganz sauber. Die erste Hälfte war hinter mir, als die Nervosität kam und ich kein Vertrauen in die Position meines Fußes hatte, den ich zur Stabilisierung klemmen musste. Ich kletterte fahrig weiter und fiel relativ, nach meiner Einschätzung unnötig, früh aus der Route.

Nach dem ersten Qualifikationsdurchlauf war erst mal ein 2,5 Std. Pause. Wir fuhren zum Essen und Ausruhen ins Hotel zurück.

Die 2. Qualifikationsroute nahm ich offensiver an. Dass die Routen einiges an Kraft einem abverlangen,  merkte ich dann an einem Untergriff, den ich nicht mehr halten konnte. Hier war ich aber relativ zufrieden mit meiner Leistung. Es fehlte einfach der „Strom. Hätte ich nur ein Plus bei diesem Zug gemacht so wäre ich in der Rangliste der 2.Qualifikationsroute auf einem  6.Platz gelandet.

Hätte, wenn und aber – im Großen und Ganzen war ich, besonders mit der Leistung in der 2.Qualiroute, mit dem Europacup in Linz zufrieden. Ich wurde 27. von 41 Teilnehmerinnen.
Das wurde scheinbar auch von den Bundestrainern so gesehen und ich bin für den nächsten Europacup in Imst/Österreich Anfang August wieder  nominiert...
 
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Offene Rheinland-Pfalz Leadmeisterschaft 2012 Frankenthal

Gestiegene Ansprüche können ganz schön Druck machen - negativen und positiven. Wenn mans schafft damit umzugehen, kann man viel erreichen.
Ein Bericht von Janka...

Eine Woche vor meinem ersten Europa-Cup in Linz sollten die Offenen Rheinland-Pfalz Meisterschaften eine Standortbestimmung sein. Wie fit bin ich nach dem intensivem Training in den letzten Wochen wirklich?
Mein letzter Lead Wettkampf liegt jetzt auch schon knapp 8 Wochen zurück und dazwischen waren nur die Bouldermeisterschaften.

Ein wenig zweifelnd kam ich frühmorgens in Frankenthal an. Die Ansprüche von mir und von „Außen“ werden von Wettkampf zu Wettkampf höher und ich muss lernen mit diesen umzugehen.

Die Qualifikationsrouten wurden von Luke Brady und Robert Heinrich geschraubt. Beide waren für die Routen in Wetzlar schon verantwortlich und diese kamen mir eigentlich entgegen. Doch in Frankenthal  schraubten sie sehr schwer und am Ende der Qualifikation wurden keine weiblichen Routen von Mädchen A und Mädchen B getoppt.

Bei  mir lief es zunächst nicht optimal. Die erste Route ging ich sehr konzentriert und mit einer guten Einteilung an, fiel dann aber im oberen Drittel bei einem Übergang von einem Slopper heraus. Überraschenderweise wurde ich damit sogar 2. dieser Qualifikationsroute. Die zweite Qualiroute war am Anfang sehr einfach und wurde plötzlich und völlig überraschend an einer Stelle extrem schwer. Ein schlechter Griff, den ich nicht zu fassen bekam und das war es dann – auch hier im oberen Drittel der Route.
Mein Anspruch war schon mindestens ein Qualiroute zu toppen. Irgendwie war ich dann doch sehr enttäuscht und zweifelnd. Aber das Gesamtergebnis war dann positiver als ich dachte und ich zog als 4. der Qualifikation in das Finale ein.

Die Finalroute fing an einer Kante an. Ich begann ein wenig zögerlich – die Eindrücke der Qualifikationsrouten noch im Hinterkopf – doch nach den ersten 4 Exen, lief die Route. Sie war spannend,  weil sie von der Kante in die Wand verlief – eine Querung hatte – und dann in den Übergang  ging, mit Volumen und interessanten Positionswechsel. Meine Routeneinteilung war gut, ich schüttelte wenn es nötig war und gab Gas wenn die Route das von mir erforderte. Letztendlich kam ich bis zum Toppgriff, konnte diesen allerdings nicht kontrolliert halten.
Schade – aber es reichte zum Sieg bei den Offenen Rheinland-Pfalz Meisterschaften.

Ein sehr guter Motivationsschub für meinen ersten Einsatz mit der Jugendnationalmannschaft nächste Woche in Linz. Bin schon sehr gespannt und aufgeregt und bin froh bei einem solchen internationalen Kletterwettkampf mal dabei zu sein.

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Offener BaWü Kid's Cup II-2012 Neu-Ulm

Was macht man eigentlich am besten, wenn man noch nicht 12 Jahre alt ist, aber um so mehr Begeisterung, Feuer und competitive Ambitionen hat? Man fährt mit Marvin über die Landesgrenze und gibt alles - logisch!

Nachdem Mali, Ini Tobi und Chris schon schwitzige Finger vom Zuschauen bekommen hatten aber aufgrund ihres jungen Alters noch nicht selbst starten durften, legten sie beim Kids-Cup in Neu-Ulm das erste mal selbst an...
Bei dem Modus mussten sie in allen 3 Wettkampfkletterdisziplinen ihr Können beweisen. Wir entschieden uns als Gruppe gemeinsam mit dem Bouldern zu beginnen.

Mali konnte gleich 3 Boulder flashen und platzierte sich durch ein weiteres Top im sehr schweren Boulder Nr. 9und ein Bonus in Nr. 10 gleich ganz vorne. Auch Tobi und Ini legten einen sehr guten Start hin, hatten es in den letzten beiden Bouldern aufgrund ihrer geringen Körpergröße aber deutlich schwerer.
Und Chris flashte die 5 Boulder wie zum Aufwärmen im Eiltempo hintereinander weg. Genauso machte er auch kurzen Prozess mit den 4 Leadrouten und holte sich dort ebenfalls alle Tops. Lediglich in der Speedroute war der erstplatzierte einige Sekunden schneller.
Auch die anderen 3 flashten jeweils 2 Routen. Mali entschied das Speed Kopf an Kopf Rennen diesmal für sich. Danach war leider etwas die Luft raus. Und Tobi machte mit einem sensationellen Abschlussgo noch mal einige Plätze gut.

Und was gab´s sonst noch? Ach ja, es hat allen super viel Spaß gemacht und laut Ini hat sich sogar das frühe Aufsthen um halb sechs gelohnt.

Offene Rheinland-Pfalz Bouldermeisterschaft 2012 Kaiserslautern

Interessiert sich hier jemand für Fussball? Lea, Paul, Niklas und Marvin jedenfalls eher weniger. Trotzdem fuhren sie zum Betzenberg und zeigten grossen Sport! Hier ihr Bericht...

Es ist 22:33 und die Darmstädter Starter sitzen auf der Rückfahrt von der offenen RLP Meisterschaft Bouldern kaputt und müde aber glücklich im Auto.

Schon zu Beginn passte das Timing und wir erreichten dank unserem Chaufeur Tim Heckmann die Rocktown in letzter Minute.
Das übliche Prozedere und dann Schuhe an, aufwärmen und los gings...

Paul, Lea und Niklas konnten ihre 6 Qualiboulder gemeinsam versuchen während Marvin ganz auf sich allein gestellt war... ;)
Niklas machte mit allen Bouldern kurzen Prozess und sicherte sich mit 6 Flashs kurzerhand die Finalteilnahme. Auch für Paul reichte es mit 2 Tops für einen Finaleinzug während Lea leider als 8. wieder ganz knapp am Finale vorbeischrammte.
Für Marvin waren dann im Halbfinale die ersten 3 Quadratzahlen 1,2,4, als Anzahl der Versuche für 3 Tops die Lizenz fürs Finale der Herren.

Paul und Niklas mussten danach sofort in die Iso und Lea missglückte der Versuch sich trotzdem in die Iso zu schummeln... ;)

Mit Spannung und etwas Lampenfieber erwartete Paul 4 sehr schwere Finalboulder vor einem großen Publikum. Paul schlug sich wacker durch, war aber trotzdem froh als er den Wettkampfstress mit dem letzten Boulder hinter sich lassen konnte und erreichte so Platz 6.
Niklas erboulderte erfolgreich den 3. Platz auf dem Trepchen.
Marvin gab bei den Herren noch mal Vollgas und so reichtes es am Ende für einen akzeptablen 5. Platz.

Wir gehen alle mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen reicher aus diesem Wettkampf. Für Paul, Lea und Niklas war es der erste offizielle Bouldercup - insgesamt gleich 3 mal Finale und ein mal Trepchen kann sich sehen lassen.We will be back...

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DJBM 2012 Auerbach

Die Deutsche Jugend-Bouldermeisterschaft fand in diesem Jahr im Rahmen des Kletterfestivals im Frankenjura statt. Als einzige Teilnehmerin aus Darmstadt, fuhr Janka in die Oberpfalz...

Samstagmorgens machten wir uns um 08.00 Uhr voller Zuversicht in die Sporthalle in Auerbach um uns zu registrieren.
Von 10.00 – 13.00 Uhr war offene Qualifikation, was bei der DBJM bedeutet, dass man an 5 Bouldern maximal 4 Versuche zur Verfügung hat. Diese Versuche werden auf einem Laufzettel, der von den Boulderschiedsrichtern ausgefüllt wird, dokumentiert. Wer die meisten Boulder in den wenigsten Versuchen schafft ist vorn...

Ich nahm mir vor, erst einmal die anderen Kletterinnen bei Ihren Versuchen zu beobachten. Allerdings hatten ca. 70 – 80 weitere Jungen B und Mädchen A + B die gleichen Boulder zu klettern und viele davon eine ähnliche Taktik. 

Am ersten Boulder passierte mir genau das, was ich mir immer in meinen schlimmsten Träumen vorgestellt hatte: Ich rutschte gleich zu Beginn mit dem Fuß ab und stand plötzlich mit beiden Füßen wieder auf der Matte. Das bedeutet ein Fehlversuch und das bei einem Boulder, den vor mir alle getoppt hatten. Ich brauchte einige Zeit um mich wieder zu sammeln und wieder in den Wettkampf zurück zu kommen.

Es war ein grosses Gedränge und ich hatte die Zeit nicht mehr im Blick.  Am Ende waren zwar 4 Boulder getoppt, aber den letzten, konnte ich nicht mehr angehen, weil die Quali zu Ende war.
Die Folge war, dass ich nicht ins Finale kam, weil die ersten 6 alle Boulder getoppt hatten.
Hätte, wenn und aber – dies war mir eine Lehre. Beim nächsten Boulderwettkampf  werde ich zügiger an die Boulder gehen.
Ich errang den 11. Platz und war doch ein wenig enttäuscht.

Da muss sich der Redakteur mal zu Wort melden:
Ein 11. Rang auf der ersten DBJM ist alles andere als ein enttäuschender Einstieg ins nationale Jugendbouldern - erst recht für eine Lead-Spezialistin... ;-)

Begeistert war ich aber über die Stimmung und die Atmosphäre in der Sporthalle während des Wettkampfes. Es herrschte eine tolle motivierende Stimmung und es waren unglaublich viele Zuschauer bei dem Wettkampf anwesend. Besonders am Sonntag, als das Herren und Damenfinale stattfand. Da waren ca. 1500 Zuschauer in der Halle und es war phantastisch.

Jetzt gilt es sich auf die nächsten Wettbewerbe im Lead vorzubereiten: Rheinland-Pfalz Cup Ende Juni und eine Woche später meinen ersten Europacup in Linz.

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DJC I-2012 Balingen

Nachdem Janka erst eine Woche vorher Hessenmeisterin geworden war, stand jetzt ihr zweiter nationaler Wettkampf auf dem Programm. Eine Erfolgsgeschichte aus dem Schwabenland...

Schon bei der Registrierung begrüßte ich zahlreiche Freundinnen, die ich inzwischen bei anderen Wettkämpfen kennengelernt habe. Zusammen schauten wir uns die beiden Qualifikationsrouten an. Es war ein ziemliches Gedränge - viele Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland trafen sich in Balingen zum ersten Deutschen Sportklettercup der Jugend.

Bei meinem ersten Deutschlandcup letztes Jahr in Darmstadt war ich 2. auf der Startliste und war darüber sehr unglücklich. Diesmal war ich 21. und mit der Zeit fand ich aus diese Konstellation nicht sehr vorteilhaft. Denn: Vor mir topten fast alle und es zeigte sich, dass die erste Qualifikationsroute zu einfach war. Wollte man was erreichen musste man also topen. Ich startete etwas unsicher in die Route, kletterte dann aber immer sicherer und souveräner bis zum Top durch.

Vor der 2.Qualifikationsroute gingen die Routenbauer noch mal ans Werk und erschwerten die Route. Auch diesmal gab es wieder einen Sprung – und ich erinnerte mich an meinen Wettkampf eine Woche vorher in Wetzlar. Schnell und flüssig wollte ich die Route angehen und bis zum Sprung funktionierte es auch. Beim Sprung zögerte ich noch etwas, ging den Zug aber beherzt an und schaffte diesen Teil der Route. Auch den Rest konnte ich durchklettern, fiel jedoch beim Griff zum Top aus der Route. Was habe ich mich geärgert, weil ich dachte, dass meine Konkurrentinnen die Route toppen würden, wodurch ich nicht ins Finale käme.
Letztendlich topten nur 2 diese Route und war 4.Beste der Qualifikation. Der erste Schritt zu meiner Jahreszielsetzung war schon jetzt erreicht. Ich wollte in diesem Jahr unbedingt mal in einem Finale im deutschen Jugendcup stehen. Ich war sehr stolz und glücklich.
Jetzt konnte ich nur noch gewinnen.

In die Finalroute startete ich genauso dynamisch wie in den Qualitouren. Auch hier war wieder ein Sprung eingebaut, den ich wieder meisterte. Danach merkte ich an den Geräuschen und Anfeuerungen des Publikums, dass ich ziemlich weit kletterte, denn ich fiel erst 5 Griffe bzw. eine Exe vor dem Top. Als ich unten war merkte ich, dass ich im Moment den ersten Platz einnahm.
Nach mir stürzten 2 Kletterinnen vorher. Ich war schon auf dem 2.Platz. Als Letzte startete Mona Kellner, die beste der Qualifikation, und sie kletterte die Route durch und gewann verdient.

Ich habe bei meinem 2.Start an einem Deutschland Cup den 2.Platz erklettert und bin überglücklich und stolz über diesen großen Erfolg.
 
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Offene Hessische Meisterschaften 2012 Wetzlar

Es is toll wenn sich Dinge weiterentwickeln. Marvin war erstmals in die Trainerrolle geschlüpft um seine Erfahrung der letzten Jahre weiter geben zu können. Sein erster Bericht aus dieser Perspektive...

Die diesjährige Hessenmeistertschaft hatte schon einen Erfolg zu verbuchen bevor es überhaupt mit dem Klettern los ging: Die 10 Starter sind die größte Anzahl an Startern die jemals bei einer Meisterschaft für die Sektion Darmstadt gestartet sind! Jeder mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen an diesen Tag.

Meine Aufgabe als Trainer und Wettkampfkoordinator war es, „unsere“ Starter zu koordinieren sowie vor, während und nach dem Wettkampf zu betreuen.
Der Wettkampf musste im Vorfeld besprochen werden, Trainings und Wettkampfsimulationen wurden durchgeführt, Material für den Wettkampf organisiert, Meldelisten gecheckt, Fahrgemeinschaften organisiert und noch viele Dinge mehr. Meine Erfahrung war, das weder für mich als Trainer noch für die Athleten der Wettkampf mit dem Wettkampf beginnt, sondern schon einige Monate im Voraus.

Ich glaube es ist am Anfang nicht die Aufregung per se, die zu Beginn diese unruhige Stimmung erzeugt, sondern das lange verharren in der Ungewissheit: Nicht zu wissen wann man dran ist weil die Startlisten immer noch nicht hängen und auch keiner eine Information hat, wann diese ausgehangen werden, dementsprechend man auch nicht weiß, welche Route man klettern muss, wann es los geht und wann man sich aufwärmen muss...

Naja schließlich war das dann doch alles geschehen und bekannt und ich versuchte mit jedem Starter kurz seine Qualiroute zu besprechen und mitzuteilen, wann wer wo an der Reihe ist. Bald war es höchste Zeit für die Ersten sich Aufzuwärmen und dann ging es Schlag auf Schlag.
Ich muss zugeben ich habe irgendwann den Überblick etwas verloren. Man muss auf so viele Sachen gleichzeitig achten: Wer, wer muss wann wo am Start sein, muss ich beim Aufwärmen helfen, hat der Athlet auch alles dabei? Und das bei 10 Startern und gleichzeitig noch filmen, anfeuern, vor und nach der Route betreuen, undundund...

Dann waren irgendwann alle durch und die Bilanz nach der Qualifikationsrunde konnte sich sehen lassen:

Janka toppte souverän beide Qualis und war damit als erstplatzierte im Finale! Auch Lucas erkletterte sich ein Finale sowohl in der Kategorie Jugend A als auch bei den Herren. Auch Frederick und Paul gelang eine Finalteilnahme bei ihrem 1. Wettkampf.
Besonders der im Training doch eher etwas zögerlich, fast schüchternd kletternde Paul hat mich sehr positiv überrascht: Im Wettkampf legte er gleich 2 Gänge auf einmal zu und plötzlich war da Spannung, Dynamik, Wille und last but not least auch Begeisterung zu erkennen. Auch Simone war wieder dabei und hatte noch die beiden Schwestern Simone (noch eine) und Caro aus ihrer Jugendgruppe mitgebracht bei denen das nächste mal mit Sicherheit auch noch mehr nach vornegeht. Niklas machte seine Aufgeregtheit und den Fehler in der 1. Quali durch den gelungenen Sprung in der 2. wett und landete dadurch auf dem 5. (8.) Rang in einem sehr starken Teilnehmerfeld.
Lea bekam ihre Aufgeregtheit sehr gut unter Kontrolle und verpasste um einen Griff haarscharf die Finalteilnahme. Trotzdem zeigte sich sich mit dem 3.(8.) Platz für ihren ersten Wettkampf recht zufrieden.

Im Finale war es mir als Trainer möglich, eine viel engere Beziehung zu den Leuten aufzubauen, da man sich viel mehr auf die einzelnen Athleten konzentrieren kann. Dementsprechend fiebert man natürlich auch ganz anders mit.
Manchmal ist es so, man sieht jemand klettern und kann sich komplett in sein Klettern hineinversetzen. So ging es mir bei Paul. Und dann war da plötzlich der Fuß, etwas unpräzise gesetzt. Ich dachte mir nur. Oh Oh Paul, setzt den Fuß nochmal, der könnte, kann, rutscht...
Schade, eigentlich super Idee, da wäre mit Sicherheit auch noch mehr gegangen...als der 4. (5.) Platz...
Lucas lieferte einen souveränen Auftritt im Jugend A Finale und erkletterte sich den Vize-Hessenmeistertitel. Im Herrenfinale schätzte er den Sprung falsch ein, wie 4 andere auch und landete aufgrund schlechterer Qualifikationsergebnisse schlussendlich dort auf dem 6. (9.). Platz.
Frederick nahm 2 Griffe in der falschen Reihenfolge - es sind die Momente in denen man als Trainer gerne reinrufen würde... Der 5. (6.) Platz war das Ergebnis.
Und Janka, das Highlight zum Schluss: Sie hatte ja schon ganz andere Ambitionen als die meisten anderern. Das Ziel war ganz klar: „Ich will gewinnen“ Also wir dürfen gratulieren zum Hessenmeistertitel!

Ich denke, allen hat der Wettkampf großen Spaß gemacht, und das ist doch erstmal die Hauptsache. Nebenbei wurden noch größere und kleinere Erfolge erzielt, objektiv wie subjektiv betrachtet.
Super fand ich auch, das so ein WIR, Wir Darmstädter entstanden ist, sodass jeder wusste wo er dazugehört.

Mir hat der Job als Trainer und Koordinator sehr viel Spaß gemacht, obwohl es natürlich auch sehr anstrengend war. Ich kann mir gut vorstellen, das „Team Darmstadt“ auf weitere Wettkämpfe zu begleiten.
 
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Dreiländercup St. Gallen 2012

Fast schon traditionell, bildet der Dreiländercup mit Teilnehmern aus SUI, AUT und GER, auch den Auftakt der Lead-Saison in der obersten nationalen Liga.
Marvin muss sich hier inzwischen bei den Herren behaupten...

Zum Start in die Osterferien fand am 31.3 der erste DSC für diese Saison im Rahmen der Bodenseethrophy in St.Gallen statt. Es war ein Wettkampf der großen Dimensionen: Eine riesige Halle und ein sehr großes Starterfeld mit vielen Startern, auch aus Österreich und der Schweiz, erwarteten mich.

Dementsprechend schwer ging es in der 1. Qali auch gleich zur Sache, die so im Bereich 8b eingecheckt haben dürfte. Mit der pressigen Kletterei kam ich recht gut zu recht, so dass ich über die schwierige Stelle im Dach kam, an dem der Großteil der Starter den Weg nach unten antreten musste... Einige Züge später war dann aber auch bei mir Schluss.

Trotzdem hatte ich damit eine recht gute Ausgangsposition für die 2.Quali.
Die war von der Schwierigkeit etwa ein drittel Grad leichter und ließ etwas mehr offene Kletterei zu. Ich kam bis in die Ausstigsplatte aber es scheiterte schließlich, wie zuvor auch, an der Ausdauer...

Trotzdem war ich auch dort mit meiner Leistung sehr zufrieden, was nach langem Warten auf die Ergebnisse schließlich auch durch den 15.Platz in der Gesamtwertung und den 7. platz bei den deutschen Herren auch bestätigt wurde.
Mein bestes Ergebniss bisher :)

Vollständige Ergebnisse (national)
Vollständige Ergebnisse (international)

Offene Norddeutsche Lead-Meisterschaft 2012 Hamburg

Aus Beobachtersicht der beste Wettkampf von Lucas überhaupt! In allen drei Routen kletterte er quasi fehlerlos und hatte dabei auch frühere Schwächen locker unter Kontrolle.
Grosser Sport im Norden - hier sein Bericht...

Schon freitags um die Mittagszeit machten wir - Hannes übernahm bei den Norddeutschen Meisterschaften den Job des Hauptschiedsrichters - uns von Darmstadt auf den Weg, um am Abend die Hamburger Kletterhalle zu erreichen.

Am nächsten Morgen begann um 9 Uhr die Registrierung im Hauptgebäude,  gefolgt von der Routenpräsentation eine Stunde später. Ich startete in der Altersklasse der Herren und begann mit einer Route im 8. Schwierigkeitsgrad. Diese fiel mir relativ leicht und ich konnte zügig bis zum Top klettern. Allerdings wurde mir schnell bewusst, dass ich auch die zweite Quali-Route im unteren 9. Schwierigkeitsgrad toppen musste, um das Finale zu erreichen. Diese Route, durch eine Platte und mit einigen diffizilen Zügen, fiel mir schon etwas schwerer, trotzdem konnte ich sie kontrolliert durchsteigen.

Mit dem guten Gefühl, eigentlich schon alles erreicht zu haben, ging ich in die Iso und wartete auf die Routenbesichtigung. Die Startpositionen mussten ausgelost werden, da 9 der 10 Finalisten beide Routen getopt hatten, ich war als drittletzter an der Reihe.

Die Finalroute startete an einer senkrechten Kante mit einem schönen Mantle in etwa 7 Metern Höhe. Bis dorthin kletterte ich souverän und konnte einige Zeit pausieren, bevor die Route richtig losging. Schöne Züge in immer steiler werdendem Gelände mündeten in einem machbaren, aber spektakulären Sprung mitten im Dach. Vor dieser Stelle hatte ich einigen Bammel, zog sie aber schnell und kontrolliert durch, ohne überhaupt nachzudenken. Bei den folgenden Zügen liefen mir leider die Arme zu und ließen meine Bewegungen hektischer werden. Bei einem weiten Zug von einem Untergriff ins Dach verließen mich dann die Kräfte und beendeten meinen Versuch.

Mit einem 4. Platz bei den Herren bin ich voll zufrieden, vor allem weil ich alles Mögliche aus mir rausgeholt und ein Finale mit super Stimmung erlebt habe.

Vielen Dank an Hannes und auch an die Kasseler Wettkampftruppe, die mich am Wettkampftag tatkräftig unterstützt haben :-)

Vollständige Ergebnisse