Frechexen

„Frechexen“ (16-18 Jahre) & „die kleinen Frechexen“ (8-10 Jahre)

Auch die Frechexen werden immer älter. Nächstes Jahr machen viele Abitur, so dass wir immer seltener genügend Teilnehmer für unsere Fahrten finden. Um unserem Nachwuchs auch eine Chance zu geben und die tolle Ausbildung unserer Großen (Ruth, Marvin, Tim) zu nutzen, wollen wir die beiden Gruppen zusammen bringen.

Zu einigen Fahrten wollen wir versuchen die alten „Großen“ und aber auch die neuen „Kleinen“ mitzunehmen. Es wird aber auch reine „Großen“-Fahrten geben, schaut euch einfach das Programm an.

Ansprechpartner

Pascale Hellwig + Christian Morton-Finger
Tel.: 069 - 826141
e-Mail: Post(at)cmf-praxis.de

Jahresprogramm 2011

14. Januar erstes Training im Kletterzentrum

24.-25.März „Großen“-Fahrt: Pfalz

7.-14.April „Großen“-Fahrt

11.-13.Mai Kirner Dolomiten

7.-10.Juni Basler Jura

15.-17.Juni „Großen“-Fahrt: Harz

03.-10.August Fränkische Schweiz

17.-19. August „Großen“-Fahrt: Pfalz

8.-9. September Pfalz oder Steinwand

8. Dezember Plätzchenparty nach dem Klettertraining

Ende Dezember „Großen“-Fahrt: Winterfahrt Allgäu

Wir treffen uns jeden 2. und 4. Samstag von 16:00 bis 19:00 Uhr im Kletterzentrum Darmstadt, außer in den Ferien. Bei gutem Wetter treffen wir uns eventuell am Hohenstein oder im Steinbruch Heubach. Bitte die E-Mails beachten!

Im vorweihnachtlichen Schnee

Ja, auch 2010 waren wir wieder unterwegs im Schnee. Nachdem die Planung nicht ganz so spontan wie sonst abgelaufen ist, hatten wir zwei Stützpunkte zur Auswahl und nach kurzer Zeit stand das Ziel fest:

Das Mahdtalhaus bei Riezlern.

Tim, Jonas, Daniel, Christian, Hannes und Ruth wollen trotz eher mäßigen Bedingungen in den Winter. Mit gefühlten 10 Kisten Essen und Skiausrüstung waren wir nicht aufzuhalten. Obwohl wir etwas später als geplant ankommen, werden wir freundlich empfangen und und machen uns gleich an die Zeremonie der Essenszubereitung.

Durch die Empfehlungen von anderen Tourenbegeisterten ist ein Ziel für den nächsten Tag schnell gefunden:Auf das Toreck soll es gehen. Der Wecker klingelt für Ferien früh, doch wer will schon als Erster aufstehen?! Mit Gemütlichkeit kommt man schließlich auch ans Ziel. Nachdem dann doch irgendwann jeder fertig ist, spielt das Wetter mit und in wunderbarer Sonne suchen, sondieren und graben wir nach LVS-Geräten. Erst danach soll es tatsächlich losgehen. Wir laufen durch abwechslungsreiches Gelände bis zur Baumgrenze. Danach holt uns der Wind ein und die letzten Meter sind weniger angenehm. Oben angekommen entlohnt der Blick auf die Gipfel des Alpenvorlands. So entdecken wir neben dem imposanten Hohen Ifen auch bereits von uns bestiegene Gipfel in den Fahrten zuvor. Runter gehts schneller und sogar bis ans Mahdtalhaus.

Wir schälen, schnibbeln, putzen hungrig unter staunenden Blicken eine Menge Gemüse für unser Curry. Ob das wohl reicht? Zufrieden über den erfolgreichen Tag stürzen wir uns mehr oder weniger motiviert in die Tourenplanung. Nach einigem Abwägen und Höhenmeter-Rechnungen steht das nächste Ziel fest: Durch das Schwarzwassertal auf den Hälekopf.

Etwas schneller kanns doch gehen: Schon um Viertel vor Zehn ist der LVS-Check hinter uns und wir laufen durch das ruhige Tal in Richtung Melköde. Auf einer Alm gibt's Brotzeit und wir diskutieren über den letzten doch steilen Abschnitt. Plan B ist das Resultat: Wir wollen doch lieber auf das Pellinger Köpfle. Mit neuer Spur und guter Zeit haben wir oben einen Blick bis auf den Bodensee. Leider gibt's wieder kein Gipfelkreuz. Die Abfahrt ist besser als erwartet, aber unten im Tal müssen wir leider entweder schieben oder abschnallen.  

Abends bildet sich eine kleine, hungrige Gruppe vor den im Ofen backenden Käs'spätzle. Der Fettanteil des Lightkäses wurde unter leuchtenden Augen durch entsprechende Mengen ausgeglichen. Das übriggebliebene Curry steht auch auf dem Tisch, allerdings kann nur Daniel den angebrannten Geschmack ignorieren und erbarmt sich. Bis zum letzten Frühstück wird sich der Topf mit Hilfe von anhaltender Konsequenz doch noch fast leeren.

Durch die Planung am Vortag, die sich als recht lohnend erwiesen hat, sitzen wir abends wieder zusammen und einigen uns auf einen Kompromiss. Durch die mäßige Lawinenlage entscheiden wir uns für den Mugel unterhalb des Gamsfuß'.

Die Latscherei durch das Bärgunt-Tal ist spannender als gedacht. Zusätzlich entlohnt uns ein wedelnder Schwanz auf der Bärgunt-Alpe. Wir genießen die Sonne und auch der Hüttenhund lässt es sich nicht nehmen: Wir sollen bis oben von ihm auf unserer Skitour begleitet werden. Relativ zügig erreichen wir das Köpfle und selbst dort scheint man dem Funknetz der Mobiltelefone nicht entkommen zu können. Nach einer ausgiebigen Pause wollen wir uns den kurzen, aber steilen, Hang, den man um auf den Gamsfuß zu gelangen hinaufsteigen muss, näher betrachten. Wir durchlaufen spannende, pädagogische Prozesse um zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen. Nach einigem Hin und Her steht unser Entschluss: Hannes steigt als Erster ein und die anderen folgen mit großem Abstand, wenn Hannes sein Okay gibt. Die Euphorie des Hüttenhundes, der sofort folgen will, schwindet bei Hannes sichtlich schnell, bis er schließlich umdreht und in seiner Spur wieder hinunterfährt. Die Entscheidung ist gefallen. Es geht ein kurzer Blick durch die Runde und schnell ist der nicht bestiegene Gipfel vergessen. Zum Abschluss liefern wir uns ein Wettrennen, genießen den wunderbaren Ausblick über das Kleinwalsertal und auf dem Rückweg Gulaschsuppe, Germknödel und Apfelkuchen - je nach Wahl.

Auf dem Heimweg entscheiden wir uns lüstern um: Doch lieber Pizza... Es wird geknetet, belegt, gewürzt und gebacken. Beklagen können wir uns wirklich nicht.

Der letzte Tag - die Zeit hier ist dann doch schon rum: Wunderbares Wetter begleitet uns auf dem Weg zum Parkplatz unterhalb des Riedberger Horns. Eine letzte kleine Tour wollen wir dann doch noch unternehmen. Wir bahnen uns einen eigenen Weg durch die Hitze und den schweren Schnee. Ein paar Meter geht es über Piste, kurz danach folgen wir oberhalb dem Rücken auf das Horn. Endlich ein Gipfelkreuz! Der letzte Blick über das Allgäu dieses Jahr geht vom Flachland des Vorlandes über die allgäuer Gipfel bis hin zu den hochalpinen Bergen Österreichs und der Schweiz. Wir genießen die Stimmung und die warme Sonne mit Schokolade und Käsebrot. Schließlich sollen doch noch die Schaufeln ausgepackt werden: Aus einem Schneeballschlachts-Schutzwall entsteht allmählich ein neuer höherer Gipfel mit Untertunnelung und angedeuteten Mehrseillängentouren. Was man nicht alles tut um die Rückfahrt hinauszuzögern :-).

Na ja am Ende sind wir dann doch noch unten am Parkplatz angekommen. Und welch Genuss: Wir kaufen echten Allgäuer Käse und Allgäuer Brot, einem schmackhaften Heimweg ist nichts im Wege.

Schlussendlich kann man sagen, dass wir die Tage trotz der Lawinenlage erstaunlich gut nutzen konnten, dass wir 3 von 5 Essenskisten geleert haben, dass vom Curry nur ein kleinster Rest weggeschmissen worden ist, dass sich Tourenplanung lohnen kann, dass Tim in der Lage ist Bus zu fahren (Ruth übrigens auch..), dass Christian von Light-Käse auf den viel besseren, echten, geschmackvollen Allgäuer Käse umgestiegen ist, dass Daniel auch immer oben angekommen ist, dass Jonas die Höhenmeter auf Tour zuverlässig gezählt hat, dass Hannes einfach so bei der Gulaschsuppe umsonst weggekommen ist und dass wir das Skitourengehen nächstes Jahr auf keinen Fall missen wollen.  

 

 

  

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