Page 6 - Heft-1_2017
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Aufruf des Vorstands und Beirats der Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins:
Für Vielfalt, Toleranz und Chancengleichheit
Liebe Sektionsmitglieder,
Im März diesen Jahres waren Kommunalwahlen in Hessen und eine Woche später Landtagswahlen in mehreren Bundesländern. In vielen kommunalen Parlamenten und den Landtagen zog eine neue Partei ein.
Eine neue Partei macht Politik mit alten Parolen und Rezep- ten. Um die komplexen Probleme einer Welt zu lösen, in der die Produktion und der Austausch von Waren und Informa- tionen immer internationaler wird, wo Kulturgüter über alle Grenzen hinweg per Mausklick erreichbar sind, wo das Wis- sen aus aller Welt hilft, grenzüberschreitende Probleme zum Wohle aller Menschen zu lösen, setzt diese Partei auf Aus- grenzung, auf Frauenfeindlichkeit und die Reduzierung sozi- aler Standards. Diese Partei benennt sich als eine Alternative für Deutschland, sie kann es unseres Erachtens aber nicht für uns als Alpenvereinsmitglieder sein.
Alpinisten überschreiten ständig Grenzen, z.B. an so promi- nenten Bergen wie Matterhorn oder Mont Blanc. Und selbstverständlich werden sie auf der anderen Seite der Berge von Menschen einer anderen Nationalität genauso freund- lich willkommen geheißen, wie sie bei ihrem Abmarsch ver- abschiedet wurden.
Ein ganz wesentlicher Teil des Erlebnisses Bergsteigen ist das Kennen- und Achtenlernen fremder Kulturen, beim Trek- king in Nepal oder beim Bergsteigen in den Anden. „Lernen" ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, denn die Probleme unserer Welt lassen sich mit einem erweiterten Blickwinkel oftmals besser verstehen und neue Lösungen können gedacht werden.
Teile des Deutsche Alpenvereins haben sich schon einmal mit den Nationalisten, den Ausgrenzern, denjenigen, die nicht Chancengleichheit wollen, sondern ihre Chance in der gewollten Ungleichheit zu den eigenen Gunsten sehen, ein- gelassen.
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