Page 161 - Heft-1_2017
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Nachdem in diesem Text schon vier Mal das Wort schmerz- haft gefallen ist, mag sich selbst bei der geneigten Leserin der Eindruck einstellen, Rissklettern sei eher etwas für zu Selbst- hass neigende Zeitgenossen.
Dass das keineswegs der Fall ist, bewiesen Doris Ihlefeld und Simone Müller mit ihrem Risskletterkurs Anfang August in Heubach. Wer die eindrucksvollen roten 35-Meter-Wände von Heubach kennt, der weiß, dass sie von unzähligen Rissen verschiedenster Breite durchzogen sind. Allen anderen sei gesagt: Im Elbsandstein mögen die Risse gefährlicher, in Indi- an Creek und Yosemite mögen sie länger, im Bergell mögen sie alpiner sein: Aber in Heubach gibt es die besten Sandstein- risse in der näheren Umgebung (die Pfalz und Ettringen haben auch gute Risse zu bieten) und für jede und jeden, die schon mit dem Rissfieber angesteckt sind oder sich anstecken lassen wollen, gehört ein regelmäßiger Besuch des Vereinsge- ländes bei Groß-Umstadt daher zum Pflichtprogramm.
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