Page 16 - Heft-1_2017
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Naturschutz
Nach Fulda und Freiburg kehrte die traditionsreiche Natur- schutztagung des DAV zwischen 14. und 16. Oktober 2016 wieder zurück in die Alpen. Anlass dazu war die Internatio- nale Alpenkonferenz unter dem Vorsitz Deutschlands, die im Vorfeld (10.-13.10.) in Grassau im Chiemgau stattfand.
Aus gegebenem Anlass stand der Mensch, also der Alpenbe- wohner und Alpengast, im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung.
»Wir nutzen die Berge, wir sorgen uns um die Umwelt und wir machen uns Gedanken um die Zukunft«.
Mit diesen Worten eröffnete DAV-Vizepräsident Rudi Erla- cher die Tagung. Im Raum stehen die Fragen:
Mit welchen Ansätzen können wir in den Alpen und Mittel- gebirgen von morgen weitere Nutzungskonflikte vermeiden? Welche Maßnahmen müssen wir ergreifen, um auch in Zukunft die Alpen als einzigartigen Naturraum zu bewahren und gleichzeitig als Lebens- und Wirtschaftraum attraktiv zu halten?
Erschließungstendenzen in den Alpen so stark wie noch nie!
Die ski- und seilbahntechnische Erschließung der Alpen hält weiter an. Und damit hält auch die Entwertung unerschlosse- ner alpiner Natur weiter an.
Den Vertretern der alpinen Vereine bereitet diese Entwick- lung großes Kopfzerbrechen. In Österreich, insbesondere Tirol, hat der “Überbietungswettbewerb” in den letzten Jah- ren einen noch nie dagewesenen Höhepunkt erreicht, erläu- tert Liliana Dagostin, Leiterin der Abteilung Raumplanung & Naturschutz des ÖAV.
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