Page 159 - Heft-1_2017
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Eine Besonderheit der bis zu 28m hohen Schafsfelsen besteht darin, dass nahezu alle Routen komplett ohne Zwischensiche- rung daher kommen. Somit eröffneten sich ausreichend Möglichkeiten dem Kursziel „Vorstieg in der Pfalz“ gerecht zu werden, je nach mentaler Verfassung noch mit Toprope Hintersicherung oder auch gleich „clean“. In Angriff nahmen wir z.B. die Routen „Schandarin-Normalweg“ (3/4-, je nach Variante), Handriss (4+, der vor allem durch seine schwieri- gen Startzüge im Gedächtnis bleibt) und zum abendlichen Abschluss den wunderschönen „Frühstücksriss (5-, nach einem kniffligen Einstieg und etwas sandigen Reibungstritten tolle Risskletterei mit einzelnen abgedrängten Passagen).
Auf eine Übernachtung direkt am Fels haben wir dann aller- dings trotz des schönen Wetters verzichtet, also zurück zum Bärenbrunner Hof und Zelte aufbauen, bevor es dann auf der Terrasse die erforderliche Stärkung gab.
Am nächsten Tag steuerten wir die Fladensteine an. Ziel war, in zwei Gruppen auf unterschiedlichen Routen den Gipfel zu erreichen. Der vorgesehene „Normalweg“ (2+, wunderschöne klassische Kaminkletterei) war allerdings bereits besetzt, also umdisponieren und diese Route später am Nachmittag durch- steigen.
Wir nahmen also den „Ilexweg“ (4, unten etwas brüchig und im Ausstiegsriss für den 4. Grad nicht leicht) sowie den „Westlichen Nordriss“ (5, abwechslungsreiche Mischung von guten Henkeln und Rissen inkl. Handklemmer-Passagen). Das Gipfelfoto beweist, dass auch alle Kursteilnehmer den Budenthaler Turm erklommen haben. Im Anschluss nach einem gemeinsamen Picknick wurde dann noch in kleineren Teams geklettert, was Psyche, Physis und Material hergaben. Bleibt zum Schluss noch ein Versprechen: Pfalz wir kommen wieder!
Text: Olbert Franke, Foto: Ralf Sowa
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