Page 153 - Heft-1_2017
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kurzem sehr verschlechtert: Für die nächsten Tage waren starke Regenfälle mit Gewitter, Temperatursturz und sogar Schnee angesagt. Etliche Wetter-Apps wurden konsultiert, doch überall düstere Aussichten. Dann das Machtwort von Jürgen: Unter diesen Bedingungen sei eine Fortsetzung der Tour nicht zu verantworten. Er breche das Ganze ab, morgen gehe es wieder heim. Und das nach dem ersten Wandertag! Unsere Stimmung war ziemlich am Boden. Doch siehe da, am nächsten Tag sah die Welt schon wieder anders aus.
Angesichts der verbesserten Wetteraussichten setzte Jürgen die Tour fort. Da es anfangs noch wie aus Kübeln schüttete, machte er aber einige Umplanungen: statt des Aufstiegs an der Cima Pisciadu vorbei über die Sellahochfläche und eine relativ steile Rinne zur Boé-Hütte (und am Nachmittag ohne Gepäck auf den Piz Boé) fuhren wir mit dem Bus vom Gröd- nerjoch zum Passo Pordoi.
Nach kurzer Wanderung erreichten wir unser neues Ziel, die Fredarola-Hütte. Die Sonne zeigte sich wieder. Sabine erkun- dete ausgiebig die Gegend. Der Rest der Gruppe machte es sich mit Bier, Hugo und Pizza auf der Terrasse gemütlich. Wir wurden laut beschallt, doch die Musik war super (die Hütte im Winter anscheinend ein Après-Ski-Lokal, wo die Post abgeht). Dann Besichtigung des Skigebiets Belvedere bei Canazei und Abendessen.
Am folgenden Wandertag ging es über den in der Sonne lie- genden Bindelweg (Viel del Pan, ladinisch: Brotweg) durch
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