Page 150 - Heft-1_2017
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und schon starteten wir, vom Gepäck befreit, unsere Nach- mittagsrunde. Wir erkundeten mögliche Ein- und Ausstiegs- stellen für den Klettersteig am nächsten Tag, trafen dann auf 1, 2, 4 , ja, schließlich eine riesige Herde Gämsen. Astrid und Regine übten sich unermüdlich im Peilen und Blumenbe- stimmen, während sich der Rest schon mal heimwärts trollte.
Am nächsten Tag dann der Höhepunkt der Tour: die Bestei- gung der Alpspitze, die morgens in der Sonne erstrahlte. Es hieß früh aufzubrechen, um vor den samstäglichen Ausflü- glern aus dem Tal auf dem Steig zu sein. Das gelang uns aber nur bedingt, und so reihten wir uns in die Schlange der Klet- terwilligen ein und genossen das Großgruppenfeeling. Die Wolken wurden zunehmend dichter, der Schnee zunehmend mehr, die Temperaturen niedriger und die Wartezeiten län- ger. Grund dafür war einsetzender Gegenverkehr, da einige die alternativen Abstiegsrouten mieden. Davon ließen wir uns aber nicht ins B-Ochshorn jagen. Nach dem Motto, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, erklommen wir erst mal den Gipfel, denn wer kann das schon: Fast-Polarbilder von der Alpspitze im Juli mitbringen. Zum Abstieg mussten wir erneut unsre Pläne ändern, denn das Matheisenkar war zu verschneit, stattdessen wählten wir die Nordroute und schlossen uns erst mal einer bergführergeführten Gruppe an, von der wir uns schon bald trennten (zu lahm), um uns dann an der Schneegrenze einen schönen Picknickplatz zu suchen.
Danach die Querung Richtung Alpspixx und so schloss sich an der Bergstation am Osterfelderkopf die Runde. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann über die Rinderscharte endlich im Sonnenschein Richtung Höllentalangerhütte. Immer wie- der konnten wir Blicke auf die Zugspitze und den Jubiläums- grat erhaschen. An der Hütte gab es zur Belohnung lecker Blaubeerbuttermilch.
Der Sonntag – schönes Wetter war uns eigentlich schon seit Samstag versprochen – startete dann erst mal wieder mit Wolken. Das Frösteln ließ beim Erklimmen der Riffelscharte nach, die kiffenden Bergsteigerfreaks, gestern bereits an der Alpspixx gesichtet - kamen uns von oben entgegen. Schöne Blicke zurück in das Höllental und auf die andere Seite Rich- tung Garmisch belohnten die Mühsal auf dem Grat, hier ent- deckten wir auch den Zeltplatz der Jungs, was unserer Pfad- finderin Regine sehnsüchtige Laute entlockte, so schöööön.
Aber dann waren wir schon wieder beim Abstieg gefordert, denn der war ganz schön steil und ausgesetzt, aber glückli-
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