Page 149 - Heft-1_2017
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ließ uns auch von Plan B, ab der Bergstation zur Hütte abzu- steigen, Abstand nehmen. Schnell wurden Plan C, den Nach- mittag in Garmisch zu „chillen“ und erst am Freitag wieder einzusteigen und Plan D, in Grainau die Tour alternativ durch die Höllentalklamm fortzuführen, ausgeheckt. Plan D machte das Rennen und selbst unser Fast-Aussteiger, der Gerade-erst-Hüttentoureinsteiger änderte auf der Zugfahrt seine Absicht und blieb dabei.
Für diese Entscheidung wurden wir sogar mit einigen Son- nenstrahlen bis zum Einstieg in die Klamm belohnt. Dort spritze dann das Wasser von allen Seiten auf uns zu: Durch den vielen Regen war dies besonders eindrucksvoll: unter uns die brodelnden Wassermassen, Tunnel, die sich mit spektakulären Ausblicken abwechselten und am Ende ein wunderschönes Tal.
Die Höllentalangerhütte war gerade erst 2015 neu erbaut worden und der krasse Gegensatz zur Unterkunft der letzten Nacht, alles neu, große Trockenräume, warme Zimmer und Duschen, viele Gäste, bloß die Musik fehlte. Alternativ ver- gnügten wir uns mit einigen Runden Hornochsen, das ideale Spiel nach einem schönen Wandertag, sehr unterhaltsam, während unsere Pfadfinderin noch die Umgebung erkunde- te.
Am nächsten Tag ging es mit schönen Ausblicken weiter Richtung Kreuzeckhaus, dem geplanten nächsten Etappen- ziel. Schnell waren die Zimmer mit den merkwürdigsten Blumennamen bezogen, ein köstlicher karamellisierer Kai- serschmarrn verdrückt, ein kurzer Regenschauer abgewartet
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